Hilfesuchende können sich über das Landesbüro unter der Telefonnummer 0351/85074496 an den WEISSEN RING wenden. Foto: picture alliance/dpa | Jan Woitas

Datum: 05.05.2026

WEISSER RING hilft Opfern nach mutmaßlicher Amokfahrt in Leipzig

Rufnummer für Betroffene – Spendenkonto eingerichtet

Nach den furchtbaren Ereignissen in der Leipziger Innenstadt steht der WEISSE RING an der Seite der Opfer und deren Angehörigen. Nach Bekanntwerden der mutmaßlichen Amokfahrt hat Deutschlands größte Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer umgehend alle notwendigen Schritte eingeleitet, um Betroffenen jetzt schnell und unbürokratisch Hilfe anbieten zu können.

„Die Grimmaische Straße liegt in der Fußgängerzone in der Leipziger Innenstadt, viele Menschen sind hier tagtäglich unterwegs. Wir sind erschüttert über diese schreckliche Tat“, sagt Mandy Hennig, Landesvorsitzende des WEISSEN RINGS in Sachsen. „Ich möchte alle, die jetzt Hilfe brauchen, ermutigen, sich bei uns zu melden. Niemand muss ein solch einschneidendes Erlebnis alleine durchstehen.“ Das Angebot des Vereins richtet sich an Verletzte ebenso wie an Angehörige und Hinterbliebene sowie Augenzeuginnen und -zeugen.

Hilfesuchende können sich über das Landesbüro unter der Telefonnummer 0351/85074496 an den WEISSEN RING wenden oder per E-Mail an sachsen@weisser-ring.de.

Die professionell ausgebildeten ehrenamtlichen Opferhelferinnen und Opferhelfer des WEISSEN RINGS sind für die Betroffenen da, begleiten sie und versuchen, Halt zu geben. Neben finanzieller Soforthilfe hilft der WEISSE RING auch dabei, psychologische Unterstützung zu erhalten und die richtigen Ansprechpartner bei Behörden zu finden.

Der Verein hat zudem unter dem Stichwort „Opferhilfe für Leipzig“ ein Spendenkonto bei der Deutschen Bank (IBAN DE26 5507 0040 0034 3434 00) eingerichtet.

Nach Angaben der Polizei ist am Montagnachmittag gegen 16.45 Uhr ein 33-jähriger Mann mit einem Auto in die Fußgängerzone der Leipziger Innenstadt gefahren und hat dabei mehrere Menschen erfasst. Eine 63-jährige Frau und ein 77-jährigen Mann starben, zahlreiche weitere Personen wurden verletzt. Eine abschließende Aussage zur Anzahl der Verletzten könne noch nicht getroffen werden, so die Polizei. Der Fahrer sei vorläufig festgenommen worden und befindet sich aktuell im Polizeigewahrsam. Die Staatsanwaltschaft Leipzig sowie die Polizeidirektion Leipzig ermitteln gegen den 33-Jährigen unter anderem wegen zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs. (Stand: 5. Mai 2026, 12 Uhr)