Foto: Christian J. Ahlers
Datum: 05.12.2024
Abgeordnete im Saarland wollen Fußfessel bei häuslicher Gewalt
Die elektronische Fußfessel darf im Saarland voraussichtlich künftig auch zur Verhinderung von häuslicher Gewalt eingesetzt werden. Der saarländische Landtag beschloss nun einen entsprechenden Gesetzesentwurf.
Saarbrücken – Die elektronische Fußfessel darf im Saarland voraussichtlich künftig auch zur Verhinderung von häuslicher Gewalt eingesetzt werden. Der saarländische Landtag beschloss in erster Lesung einen entsprechenden Gesetzentwurf. Damit sollen schwere Verbrechen beispielsweise von Ex-Partnern verhindert werden. Der von der oppositionellen CDU eingebrachte Gesetzentwurf fand auch die Zustimmung der SPD-Regierungsmehrheit.
So funktioniert die elektronische Aufenthaltsüberwachung in Spanien
Spanien gilt als Vorreiter bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Mit GPS-gestützten Armbändern schützt das Land Opfer vor Gewalttätern. Ist das spanische Modell ein Vorbild für Deutschland?
Die Abgeordnete Anja Wagner-Scheid (CDU) verwies darauf, dass im vergangenen Jahr in Deutschland 155 Frauen von ihren früheren Partnern umgebracht worden seien: „Wir wollen die elektronische Fußfessel dann möglich machen, wenn ein Näherungsverbot oder ein Kontaktverbot nicht eingehalten wird.“
Wenn in besonders schweren Fällen Leib und Leben der Frau oder der Kinder gefährdet seien, soll die Fußfessel auch ohne vorheriges Kontaktverbot angeordnet werden können. Die Abgeordnete Sevim Kaya-Karadag (SPD) sagte: „Es kann nicht sein, dass Frauen Angst haben müssen, ihre Häuser zu verlassen oder die Kinder in den Kindergarten zu bringen.“
Ähnliche Beiträge
Bundestag beschließt elektronische Fußfessel nach spanischem Vorbild
Mehr Schutz für Opfer: Bundestag führt elektronische Fußfesseln und verpflichtende Anti-Gewaltkurse ein.
WEISSER RING hilft Opfern nach mutmaßlicher Amokfahrt in Leipzig
Am Montagnachmittag ist ein Mann mit einem Auto in die Fußgängerzone der Leipziger Innenstadt gefahren.
Weniger Straftaten – aber mehr Sexualdelikte
Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt für 2025 einen Rückgang bei der Zahl der erfassten Straftaten. Doch bei Sexualdelikten geht der Trend klar nach oben. Besonders betroffen sind junge Frauen, während die Dunkelziffer weiterhin hoch bleibt.
Teile diesen Beitrag per: