Der Zuhörer

Jörg Beck, langjähriger Mitarbeiter des WEISSEN RINGS, starb am 22. Februar im Alter von 79 Jahren. Bei seiner Familie und Freunden war er bekannt für seinen unermüdlichen Einsatz für Opfer.

Jörg Beck war Berufssoldat und begann kurz nach seiner Pensionierung, beim WEISSEN RING zu arbeiten. Er starb im Alter von 79 Jahren.

Jörg Beck diente fast sein ganzes Leben den Menschen: erst als Berufsoffizier bei der Bundeswehr und dann beim WEISSEN RING. „Es war ihm wichtig, sich für Opfer einzusetzen und etwas zu bewegen“, sagt seine Frau Florentine Beck. Ihr Mann starb an ihrem 52. Hochzeitstag, am 22. Februar, um 22.22 Uhr. „Ich glaube nicht an irgendeine Bedeutung, aber die Zahlenkombination fasziniert mich trotzdem.“

„Es war ihm wichtig, sich für Opfer einzusetzen und etwas zu bewegen.“

Jörg Becks Witwe Florentine

Als pensionierter Soldat fing Jörg Beck mit 60 Jahren beim WEISSEN RING an, zunächst als Mitarbeiter der Außenstelle Bonn, später als deren Leiter. 2010 wurde er zum Landesvorsitzenden NRW/Rheinland gewählt. Der ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Außenstelle Euskirchen, Rudi Esch, kann sich noch gut an ihn erinnern: „Er war 24/7 WEISSER-RINGler. Man konnte ihn immer erreichen“, sagt Esch. Er betont mehrfach, wie gut Beck zugehört habe. Und wie einfühlsam er gewesen sei.

Gerald Fack traf Jörg Beck das erste Mal 1977 in der Offizierschule. „Er war später im Personalwesen der Bundeswehr tätig – schon damals kümmerte er sich um Menschen“, sagt Fack. In den 2000er-Jahren trafen sich ihre Wege erneut, nun beim WEISSEN RING. Er beschreibt Jörg Beck als ausgesprochen pflichtbewusst, ob als Soldat oder im Verein.

Eine Erinnerung an die Zeit beim WEISSEN RING steht auf Becks Schreibtisch: ein Foto mit dem früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck. Beck traf ihn 2015 beim Neujahrsempfang. „Er hatte sich sehr über die Einladung gefreut, auch für den WEISSEN RING“, erinnert sich seine Frau. Für ihn war die Arbeit im Verein sein zweiter Beruf. Der Gedanke an das Foto bringt Florentine Beck zum Schmunzeln, denn auf dem Bild sieht es aufgrund der Handbewegungen so aus, als würden Beck und Gauck Händchen halten. „Darüber musste er lachen“, erinnert sie sich.

Im Jahr 2014 wollte Beck nicht erneut als Landesvorsitzender kandidieren. „Ich sah, dass es ihm nicht gut geht, und habe ihm davon abgeraten“, sagt seine Frau. Sie kannte ihren Mann und behielt leider recht. Vier Jahre später kam die Diagnose: Parkinson. Jetzt ist Jörg Beck im Alter von 79 Jahren gestorben. Er hinterlässt drei Kinder und neun Enkelkinder.