Gucken
„F*ck Deepfakes!“
ARD Mediathek
Ende März machte der „Spiegel“ Vorwürfe der Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen öffentlich: Er habe in sozialen Netzwerken Fakeprofile von ihr erstellt, Männer kontaktiert und sexualisierte Darstellungen verschickt, die den Eindruck erweckten, es handele sich um Fernandes. Vor allem Frauen sind von digitaler Gewalt betroffen. Fernandes ist zur Anführerin einer wichtigen Bewegung geworden: Sie tritt für einen besseren gesetzlichen Schutz ein, unter anderem für ein Verbot von gefälschten Bildern und Videos, die es massenweise im Netz gibt.
Die Dokumentation entstand vor dem „Spiegel“-Bericht. Schon damals war klar, dass Fernandes Opfer digitaler sexualisierter Gewalt ist. Aber nicht, dass Ulmen ein Täter sein könnte. Seine Anwälte teilten mit, er habe weder Deepfake-Videos hergestellt noch verbreitet. Ansonsten sprachen sie von „unwahren Tatsachen“, bestritten die oben genannten Vorwürfe aber nicht.
Wenn dein Gesicht in einem Porno zu sehen ist
Schauspielerin und Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes setzt sich gegen digitale Gewalt durch sogenannte Deepfakes zur Wehr.
Im gut 40 Minuten langen Film erklärt Fernandes mit Expertinnen und Experten, wie leicht man gefälschte Clips produzieren kann und wie Plattformen finanziell von diesen profitieren. Sie zeigt, was Aufklärung an Schulen bewirkt. Diskutiert, was eine Klarnamenpflicht im Internet und weitere Maßnahmen bringen könnten. In der emotionalsten Passage schildert Fernandes, wie schlecht es ihr ging angesichts gefälschter Pornos. Die Aufnahmen gäben vor, zu zeigen, „wie ich auf dem Boden liege und weine und immer wieder sage ‚Ich will das nicht!‘“. Fernandes hat die stärkste Geschichte zu erzählen. Doch als die Person, die durch den Film führt, kann sie das kaum. Dennoch ist der Film sehr sehenswert: Er beleuchtet das Phänomen Deepfakes aus vielen Perspektiven, blickt sachlich darauf – und stellt Möglichkeiten vor, sich zu schützen.
https://www.ardmediathek.de/film/collien-fernandes-f-ck-deepfakes
Karla
Ab 2. Oktober 2025 im Kino
Repräsentative Studie: 12,7 Prozent der Befragten von sexualisierter Gewalt betroffen
Laut einer Dunkelfeldstudie haben 20,6 Prozent der 18- bis 59-jährigen Frauen und 4,8 Prozent der Männer als Kinder oder Jugendliche mindestens einmal sexualisierte Gewalt erfahren.
“Der Anschlag“
3sat Mediathek
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