Fonds Sexueller Missbrauch und Social Media
Über den rückwirkenden Antragsstopp beim Fonds Sexueller Missbrauch berichtete die Redaktion auch auf Social Media. Der Fonds deckte Leistungen wie Physio- oder Ergotherapie ab, wenn Kassen oder das Soziale Entschädigungsrecht nicht greifen. Insgesamt wurden nach jüngsten Angaben rund 165,2 Millionen Euro ausgezahlt. Das waren einige Reaktionen der Community zum Aus:
Eine Freundin von mir hat noch im Februar den Antrag gestellt bzw. ihre Betreuerin. Bisher haben wir nichts gehört. Aber unabhängig von ihr hoffe ich sehr, dass das wieder gefördert wird. Das ist so wichtig! Danke für eure Arbeit!
Danke für eure Aufklärung und euren Einsatz. Das macht einen großen und wichtigen Unterschied für viele Menschen 🔥🔥🔥
Ich bin froh, dass ich 2018 anerkannt wurde! Es ging gar nicht so sehr um das Geld an sich, sondern darum, dass mein Leid „anerkannt“ wurde/mir „geglaubt“ wurde!! 🙏 […] Durch die Taten wurde mein Leben zerstört, ich bin erwerbsunfähig geworden – aber kein einziger Täter musste sich je irgendwo erklären/rechtfertigen für das, was mir angetan wurde!! Gerade deshalb war der Fonds für mich so wichtig; eine Art „Schadensersatz“ für mein Leid. Ich konnte durch diese Hilfe sooo viel aufarbeiten & Linderung erfahren. 🙏🙏 Umso fassungsloser macht es mich, wie der Fonds nun endet & wie viele Opfer nun keine Hilfe erfahren. 😢
Was ich parallel fast schon sadistisch finde, den Hinweis, dass es doch das SGB XIV, also Soziales Entschädigungsrecht, gibt und es soooo toll reformiert wäre. Wenn dies wenigstens der Tatsache entspräche. Niederschwellig ist der Punkt. Die Anträge dort sind katastrophal. Und das neue Gesetz hat nach meiner Erfahrung eigentlich keine Besserung in der wirklichen Praxis gegeben. […] Ich hatte für meine Tochter gehofft, nach der Gerichtsverhandlung, wenn sie etwas vielleicht wieder den Kopf offen hat, den Fonds zu beantragen. Tja, Verhandlung war März bis April. Arschkarte.
Ich hatte mich diesen Sommer endlich durchgerungen und nach dem Antrag gesucht – zu spät. Das ist echt schade. Ich mache mit einer studierten Psychologin KBT (Konzentrative Bewegungstherapie), was mir enorm hilft. KBT wird weder von gesetzlich noch von privat übernommen. Aber in psychiatrischen Kliniken häufig angeboten, ist seit Jahren etabliert 🙈
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