Gucken
Im Namen der Opfer
ARD Mediathek
Das SWR-Format „Im Namen der Opfer“ gibt Überlebenden von Femizid-Versuchen und Angehörigen von Opfern Raum, ihre Geschichten selbst zu erzählen, und entfaltet dadurch eine besondere Wirkung. Ruhig und direkt schildert beispielsweise die Betroffene in der Folge „Zwei Femizid-Versuche überlebt: Wie sich Svenja befreite“ ihre Erlebnisse. Von Manipulation über psychische Gewalt bis hin zu schweren körperlichen Angriffen. Durch diese persönliche Perspektive werden typische Muster gewaltvoller Beziehungen sichtbar – in denen sich andere Betroffene wiedererkennen, daraufhin Mut fassen und möglicherweise frühzeitig Konsequenzen ziehen können.
Die Beiträge verzichten weitgehend auf Einordnungen von außen: Es sprechen ausschließlich die Betroffenen. Kurze eingeblendete Texte informieren über häusliche Gewalt, deren Dynamiken und aktuelle Zahlen. So entsteht ein sachlicher, unaufgeregter Rahmen, der den Fokus auf die Opfer legt. Einzelne Taten werden sehr detailliert beschrieben, auch Bilder von Verletzungen sind zu sehen, was manche Betroffene retraumatisieren kann. Ansonsten ist das Format opfersensibel und frei von Tätersicht.
„Im Namen der Opfer“ leistet wertvolle Aufklärungsarbeit, beleuchtet das Leben nach der Tat und stellt wichtige Fragen nach Hilfe und Gerechtigkeit.
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